Wer kennt nicht das Problem, Grünschnitt, Gras und Laub muss entsorgt werden, doch wo? In der Natur wird Grünschnitt rechtlich als Müll bezeichnet. Die Gartenabfälle überdüngen den Boden und können Organismen freisetzen. Diese Abfälle dürfen nicht in der Natur entsorgt werden. Ein verstärkter Nährstoffeintrag ist die Folge der Verrottung der Pflanzen. Denn Böden reagieren in diesem Zusammenhang sehr empfindlich. Wer dennoch Gras oder Laub in Wald und Flur entsorgt, handelt illegal. Erlaubt ist hingegen das Kompostieren im eigenen Garten als Alternative zur Entsorgung per Biotonne oder Abgabe beim Wertstoffhof. Diese Art der Abfallverwertung hat den Vorteil, dass sie auch noch wertvolle Gartenerde liefert.

Was passiert wenn eine illegale Entsorgung stattfindet?

Eine Überdüngung mit Rasenschnitt oder Laub stört den Nährstoffhaushalt der Böden nachhaltig. Pflanzen und Brennnesseln breiten sich viel deutlicher aus. Andere Pflanzen hingegen könnten infolge des erhöhten Nährstoffgehalts verschwinden. Die Folgen sind Gärung und Fäulnisbildung, vor allem bei Rasenschnitt. Die Mikroorganismen im Boden werden zerstört und der natürliche Nährstoffkreislauf gestört.

Durch Gartenabfälle werden Zwiebeln, Knollen, Samen oder Wurzeln gebildet, die die heimischen Pflanzen verdrängen. Nitrat kann in den Boden gelangen und Qualität des Grundwassers beeinträchtigen. Fakt ist, befindet sich einmal Unrat auf einer Stelle, so kommt immer mehr dazu. Innerhalb kürzester Zeit entsteht eine ganze Deponie. Werden Abfälle illegal abgelagert, so muss der Grundeigentümer diese entfernen.

Die Kosten gehen dann meist zu Lasten der Staats- und Gemeindekassen, das heißt der Steuerzahler kommt dafür auf. Außerdem verstößt eine Entsorgung im Wald gegen eine Reihe von umweltrechtlichen Vorschriften, die – sofern der Übeltäter ertappt wird – mit einer Ordnungswidrigkeit in Form eines Bußgeldes geahndet werden.

Kompostieren: Tipps und Tricks

Insofern ist es auf jeden Fall besser die Grünabfälle im eigenen Garten als in freier Wildbahn zu entsorgen. Am einfachsten ist es in einer Ecke des Gartens einen Komposthaufen oder eine Grube anzulegen, wo die Abfälle gesammelt werden. Neben Gartenabfällen dürfen natürlich auch Bioabfälle aus der Küche, Kleintiermist und ähnliche Materialien entsorgt werden.

Tipp: Gras sollte nur als Beimischung verwendet werden, da es relativ viel Feuchtigkeit enthält und Stickstoffe enthält, was üble Gerüche verursachen kann. Siehe auch: http://www.helpster.de/gras-kompostieren-das-sollten-sie-beachten_88645%23anleitung.

Das Kompostgut sollte mindestens einmal im Jahr umgesetzt werden, was bei Komposthaufen und Grube recht mühsam sein kann. Fortschrittlicher ist es, einen geeigneten Komposter dafür zu verwenden, der genügend Luft an die Abfälle heranlässt, so dass das Umsetzen nicht mehr ganz so oft notwendig ist. Diese gibt es fix und fertig im Baumarkt zu kaufen. Günstiger und mit nicht allzu viel handwerklichem Geschick herzustellen ist ein Komposter der Marke „Eigenbau“

Youtube-Video von happyphil2012: Komposter bauen in 10 Minuten für weniger als 10 €

Doch auch bei der Kompostierung kennt der technische Fortschritt keine Grenzen. Um den Prozess der Verrottung zu beschleunigen, haben findige Tüftler den Trommelkomposter erfunden. Das Prinzip ist einfach: die Abfälle kommen in eine schwarze Kunststofftonne, die für optimale Temperaturen für den Verrottungsprozess sorgt. Hinzukommt, dass eine Drehvorrichtung, das Mischen erleichtert.