In einen schönen Rasen sollen keine Unkräuter zu sehen sein. Unkraut im Rasen sagt aus, hier stimmt etwas nicht. Zum Unkraut im Rasen zählt auch der Giersch und dieser gehört genau genommen zu den Wurzelunkräutern. Doch Giersch ist nicht nur oberflächlich zu sehen. Im Boden selber kann der Giersch meterlange Ausläufer aufweisen. Wenn sich der Giersch also einmal im Garten ausgebreitet hat, nimmt dieser den anderen Pflanzen einfach die Luft weg, weil dieser immer dichter wird.

Erkennungsmerkmale von Giersch

Giersch ist nicht jedem ein Begriff. Viel verbreiteter sind Bezeichnungen wie Geißfuß, Dreiblatt oder Gichtkraut. Es kann hierbei vorkommen, dass der Giersch bis zu einem Meter hoch wächst. Der Giersch selber besitzt dabei nur sehr dünne Stängel und bildet dabei Blätter, welche bis zu 20 Zentimeter groß sein können. Die Blüten sind meist weiß und können aber auch eine rötliche Färbung haben. Weiterhin bildet Giersch eine Art Früchte und diese sehen in etwa so wie Kümmel aus.

Verwechslungsgefahr: Giersch und Bärenklau

Giersch direkt zu erkennen ist natürlich viel zu einfach. Daher wird das Unkraut Giersch oft mit Bärenklau verwechselt. Auf dem ersten Blick sehen beide Pflanzen sich wirklich zum verwechseln ähnlich. Bei Bärenklau ist allerdings Vorsicht geboten, da diese Pflanze giftig ist. Wenn man Bärenklau berührt, führt dies schnell zu starken Hautreizungen. Ein Blick auf die Blätter kann daher sehr hilfreich sein, um Bärenklau vom Giersch zu unterscheiden. Beim Bärenklau sind die Blätter meist größer, runder bzw. geschwungener. Der Stängel ist hier rund (bei Giersch eckig) und Bärenklau ist auch an seinem Geruch zu erkennen.

  Herbstkur und Pflege für den Rasen

Giersch und Naturheilkunde

In der Naturheilkunde werden heute sehr viele Pflanzen eingesetzt und da macht Giersch keine Ausnahme. So kann Giersch auch eine positive Wirkung auf den Körper haben. Im Bereich vom Rheuma und Gicht kommt diese Pflanze oft zum Einsatz. Sogar als Wildgemüse kann dies unterstützend für den eigenen Stoffwechsel wirken. Die noch jungen Blätter werden dabei im Zeitraum April und Mai geerntet und dann als Aufguss aufbereitet. Trotz der positiven Eigenschaften auf den Körper, kann Giersch im Rasen schnell zu einem Problem werden. Vor allem die meterlangen Ausläufer können schnell zum Nachbargrundstück gelangen und so kann es Ärger mit dem Nachbarn geben.

Giersch im Rasen richtig bekämpfen

Damit der Rasen auch weiterhin schön dicht und grün ist, sollte der Giersch schon im Ansatz bekämpft werden. Giersch sollte daher immer komplett mit der Wurzel im Rasen entfernt werden. Hierbei hilft ein lockerer Boden, zum Beispiel nach dem Vertikutieren. Giersch im Rasen sollte man dann einfach Stück für Stück entfernen. Hier lieber immer kleinere Flächen bearbeiten und dafür immer die Wurzel mit entfernen. Wer die Wurzeln hier nicht mit entfernt, wird dies schnell merken. Der Giersch im Rasen wird sehr schnell nachwachsen. Hier lieber einmal richtig und gründlich den Giersch entfernen.

Damit Giersch im Rasen vorgebeugt wird, ist richtiges Rasenmähen sehr wichtig. So hat der Giersch immer weniger Kraft um sich auszubreiten. Allerdings hat nicht jeder Hobbygärtner Zeit, und vielleicht auch Lust, den Boden aufzulockern und die Wurzeln von Giersch zu entfernen. Dafür gibt es im Fachhandel spezielle Unkrautvernichter zu kaufen, welcher dann gezielt auf einzelne Giersch-Pflanzen angewendet wird. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass nur die die Blätter besprüht werden und nicht versehentlich der noch gesunde Rasen.

  Gartenteich anlegen und pflegen

Giersch nicht in den Kompost geben

Der entfernte Giersch darf dann aber nicht auf den Kompost entsorgt werden. Der Giersch kann sich hier ansonsten erneut ausbreiten und das wollen wir doch vermeiden. Der Giersch sollte daher immer gesondert entsorgt werden.